Love is a train
Einfach nur schön …
Details, die nie verwendet wurden
Nachdem der Vertrag für die Publikation von Der Mitternachtsdom unterschrieben war, machte ich mich an mein vierteljährliches Cleanup am PC, schob alle zum Buchprojekt gehörenden Ordner und Files in das Archiv und machte in der Dropbox Platz für neuen Stoff. Kurz zur Erklärung:
Aktive Projekte liegen bei mir in einem Dropbox Container, abgeschlossene Projekte liegen auf der PC Festplatte und werden von dort auf eine externe Festplatte mittels Dauerbackup gesichert. Damit nichts passieren kann.
Und wie jedes mal, wenn ich einen Buchprojektordner ins Archiv verfrachte, geh ich die Notizen, Recherchemateralien, kopierten Webseiten durch um zu sehen, welche Entwicklung eine Geschichte im Lauf der Zeit durchgemacht hat, wie viel von der ursprünglichen Idee übrig blieb, wie sie wuchs und gedieh- und, was nie verwendet wurde, obwohl es sich anbot. Manchmal sogar dringend.
Ein paar Details, die ich im Buch nicht verwendet habe:
- Martin legt am Fuß des Taubenkogels sein Bergseil ab, weil er weiß, dass er es auf seinem Weg zum Krippenstein nicht mehr brauchen wird. Später, in einem nie geschrieben Epilog, wird ein älteres Ehepaar auf seiner Dachsteinquerung das Seil finden und es berühren, und irgendetwas erleben, empfinden.
- Der Weg, den Martin vom Hallstädtetrgletscher genommen hat, um zum unteren Krippenstein zu kommen, erhält den Namen: Thalersteig, wird aber auch Bergabsteig genannt.
- Mehrere Szenen aus den Kindertagen aus Martin und Andreas (nächtliches Snowboarden, blöde Streiche am Sessellift …) blieben draußen.
- Eine Idee war, dass Andreas einen großen, zotteligen Mischlingshund hat, den er Godzilla nennt. Ein altersschwacher und irgendwie in seiner Ruhe weise wirkender Hund mit traurigen Augen, der Andreas seit seiner Kindheit begleitet und am Ende der Geschichte stirbt – als Gegengewicht zu Martins Schicksal.
Diese Ideenschnippsel hebe ich auf. Akuell verwende ich dazu Evernote. Man weiß nämlich nie, wozu man sie brauchen kann. Einige Ideen, die seinerzeit aus Dunkle Flüsse übrig blieben, verbrate ich beispielsweise jetzt im aktuellen Projekt: Splitter.
Kritik zu: Die Wölfe von Nebraska
Auf der Website Literra schreibt der Rezensionist Elmar Huber über die erste Ausgabe der Anthologie Zwielicht unter anderem:
DIE WÖLFE VON NEBRASKA – Peter Nathschlägers Schlag in die Magengrube – besticht neben fantasievollen Folterszenen dadurch, dass die Handlungen des Täter in dessen verdrehter Überzeugung durchaus eine (über)lebenswichtige Rechtfertigung besitzen. Ein Umstand, der diese wenigen Seiten von Legionen thematisch ähnlicher gearteter Filme meilenweit abhebt. Harter Stoff aber sehr gelungen.
Das Jahr lässt sich gut an …
… glaube ich zumindest.
Mein Roman rainmark erscheint im Frühjahr bei HARY Productions, der Mitternachtsdom wird im Herbst als Hörbuch erscheinen, und meine Novelle Mistah Zumbee erscheint ebenfalls als Hörbuch – vermutlich schon im Frühsommer.
Die Sache mit den Hörbüchern ist für mich neu und ziemlich spannend. Realisiert wird das über den Action-Verlag, der seinerseits zu einem Medienunternehmen namens Accomm Entertainment GmbH & Co KG. Der Verlag ist relativ neu und baut sich zunächstmal ein Angebot auf und verfügt augenscheinlich über ein recht vielversprechendes und interessantes Vertriebsmodell. Die Idee, dass man sich den Mitternachtsdom anhören kann, von einem Schauspieler vorgetragen, mit eigens komponierter Musik hinterlegt, ist schon eine aufregende Sache.
Gleichzeitig erscheint die Kurzgeschichte Exit Criteria in der zweiten Ausgabe von Michael Schmidts Anthologie Zwielicht.
Ich werde in den nächsten Wochen damit beginnen, die nächsten Novellen rund um Mistah Zumbee und den Serienkiller von Wien zu schreiben, wobei ich zumindest rein planungstechnisch gerade die ersten beiden Novellen gleichzeitig vorantreibe. Da ich aber zur Zeit in einem go-live Prozess im Büro stecke, kann ich mich da nicht hundertprozentig reinhängen.
Und ach ja: Wir haben die Kubareise bereits gebucht und den Flug bezahlt. Am 28. Juni gehts los, Halleluja, Amen!
Facebook Fanseite
Sodala. Jetzt habe ich mir aus lauter Jux und Tollerei eine Peter Nathschläger Fanseite auf Facebook eingerichtet. Weil: man gönnt sich ja sonst nichts.
Inspiriert hat mich dazu die Fanseite vom Newyorker Schriftsteller Peter Straub. Eigentlich soll es mehr eine Fanseite für den brandneuen Roman “rainmark” sein – aber die Zukunft wird zeigen, wie ich die Fansdeite nutzen werde.
Vielleicht gar nicht so schlecht, um die eher beruflichen Kontakte auf Facebook von den privaten Kontakten und den literarischen Arbeiten zu trennen.
Cover von rainmark: Tataaa!!!
Webseite überarbeitet
Da die Publikation von rainmark bevorsteht, habe ich das gleich mal zum Anlass genommen, die Website upzudaten.
Mein Bloghoster Pascal war so nett, den Blog auf einen neuen Server zu moven und die Wordpress Version auf den neuesten Stand zu bringen, und da die Sonne scheint habe ich Frühlingsgefühle und … Ihr wisst schon: Frühjahrsputz. Ich habe das Design der Website vorsichtig adaptiert, eine Unterseite für rainmark hinzugefügt und eine weitere Unterseite für Mitternachtsdom vorbereitet.
Somit herrscht wieder für eine Zeit lange Ordnung in der Bude.
Amsterdam, Februar 2010
Vorortelinie
Die Zeit ist ein rasender Fluss
Gestern habe ich wieder einmal am PC zusammengeräumt. Zu Weihnachten bekamen wir als Team jeder eine kleine, mobile Festplatte. Ich benutze sie zum Sichern meiner Daten. Gleichzeitig benutze ich Dropbox, um meine aktuellen Dokumente synchron zu halten. Gut, die Sicherung auf die externe Festplatte funktioniert als Dauerbackup via Acronis True Image Home. Jedenfalls schau ich ab und zu nach, ob ich nicht irgendwo doppelt gemoppelte Dokumente habe. Und das kommt häufiger vor, als man sich denken sollte. Man könnte sagen, auf meinem Arbeitsplatz herrscht heilloses Chaos
Warum ich Euch das alles erzähle? Deshalb: Ich habe mir vorgenommen, nach “Mitternachtsdom” an einer meiner älteren Geschichten weiterzuarbeiten. Und zwar am Projekt mit dem Titel: Splitter. Ganz grob umrissen geht es in der Geschichte um einen Serienkiller in Wien, der zwischen Januar und Mai acht Jugendliche bestialisch (natürlich) ermordet und ihre Leichen an öffentlichen Plätzen zurücklässt. Den ersten Entwurf dazu verfasste ich bereits 2005, hab die Arbeit aber abgebrochen und trollte mich mit eingezogenem Schwanz. Einen weiteren Versuch startete ich, nachdem ich Geheime Elemente abgeliefert hatte. Ich ergänzte die ersten dreißig Seiten um weitere zwanzig, sah aber bald darauf ein, dass ich mich hoffnungslos verrannt hatte. Seit 2007 schlummert dieser Entwurf nun vor sich hin.
Im März und April letzten Jahres verfasste ich die Erzählung: Mistah Zumbee und veröffentlichte sie als Dauerbrenner im Deutschen Schriftsteller FOrum (DSFO). Und da hatte ich es: Wenn ich es nicht gebacken kriege, Splitter als einen Roman zu erzählen, dann könnte ich versuchen, mehrere Novellen zu verfassen, oder eben Erzählungen, mit denen ich mich der Serienkillergeschichte annähere. Mistah Zumbee ist der perfekte Ausgangspunkt, um Schicksale zu beleuchten und zu verknüpfen, und die Spur zu legen, die schlussendlich zum Serienkiller von Wien führt.
Eins vorweg: Die Sammlung der Erzählungen (Vier sind geplant) wird keinen Krimi ergeben, kein whodoneit, sondern eine eher bitter-tragische Geschichte über Besessenheit und Schuld, Inzucht und Grausamkeit, Verblendung und Wahnsinn. Also eh die üblichen Zutaten.
Und ja. Die Zeit ist ein rasender Fluss, weil die Ursprünge dieser Geschichte bis ins Jahr 1982 zurückreichen. Zurück in die Zeit, als ich selbst in Biedermannsdorf wohnte, und ich und meine Freunde tatsächlich soetwas wie einen Mistah Zumbee in unserer Mitte hatten. Tempus Fugit, oder so. Mein Gott, 2005 verfasste ich den ersten Entwurf, ich scheiß also schon seit Ewigkeiten an der Geschichte herum. Die Weiterarbeit habe ich mir selbst kurzfristig verbaut, indem ich die Erzählung: Nibis Amida blickt zur Erde verfasste. Aber jetzt gibt´s kein Halten mehr …



















