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Nomaden, digital

Natürlich könnte man sagen: Hör mal, Du bist zu alt, um das zu verstehen. Und ich würde darauf antworten: Ich bin nicht zu alt, das zu verstehen, weil ich sehr viel von Träumen weiß, von der Ferne und dem Wunsch, woanders zu sein. Zu alt bin ich nicht, es zu verstehen, aber ich bin alt genug, es für mich nicht zu wollen, diese digitale Nomadie.

Auf das Thema bin ich gestoßen, weil ich teilweise mein Privatleben, aber auch berufliche Aufgaben mit einer App unter Kontrolle halte, die Todoist heißt und von der Firma Doist - wie sagt man - erzeugt wird. Programmiert. Erweitert - Ihr wisst, was ich meine.
Ich habe mich für den Hintergrund der Firma interessiert, weil sie einen sehr ansprechenden Webauftritt haben; und ähnlich wie Moleskine, haben auch sie den Weg genommen, die Art des Unternehmens, das Lifestyle der Leute, die Art der Zusammenarbeit und den globalen Aspekt zu einem Bestandteil des Gesamtmarketings zu machen. Es gibt sehr schöne Berichte über die Unternehmungen der Mitarbe…
Letzte Posts

Notizen, Notizen

So, wie ist denn das nun mit den Notizen, bevor, während und nachdem man einen Roman geschrieben hat?
Ich gebe zu, ich bin, was meine Notizen betrifft, chaotisch und hundsmiserabel organisiert. In den letzten Jahren versuchte ich, meine Notizen mit diversen Apps unter Kontrolle zu bringen. In Ordnern und Unterordnern, mit #hashtags und anderen Sortierungen. Schließlich sah ich, dass ich mit der Organisation der Notizen mehr befasst war, als mit dem Verfassen von Einträgen.

Während ich mit der Idee liebäugelte, meine Notizen nur noch handschriftlich niederzuschreiben, befasste ich mich mit Webseiten und Blogs, die sich mit dem Lifestyle rund um Notizbücher befasste, weil Notizen schreiben nicht nur der rein pragmatischer Akt ist, irgendetwas irgendwo zu erfassen, sondern auch ein sinnliches Erlebnis, und stolperte ich über das Bulletjournal. Abgesehen vom stimmigen Design der Website, die mir gut gefällt, erschreckte mich, um was es bei Bulletjournal geht.

Es ist ein simples Notizbuch,…

Wie lange schreibt man an einem Roman?

Auf Twitter fand ich einen Beitrag des Schriftstellers Richard Norden, der auf seinen Blogeintrag verweist, in dem es um die Frage geht, wie lange man an einem Roman schreibt. Richard beleuchtet das Thema sehr gut, scheint sich aber eher auf den produktiven Aspekt des Schreibens zu konzentrieren. Wie lange braucht also ein Schriftsteller, um einen Roman fertigzustellen, und schafft man mehr als einen Roman pro Jahr? In Richards Blogbeitrag wird von Indie-Autoren berichtet, die mehr als einen Roman im Jahr schreiben und diese selbst veröffentlichen.

Es wird zwar drauf aufmerksam gemacht, dass nicht jeder, der schreibt, den ganzen Tag dazu Zeit hat. Im Grunde genommen haben das die Wenigsten. Meiner Erfahrung nach nur Schriftsteller, die von der Schriftstellerei leben können, Schriftsteller, die mit der Arbeitslosen oder der Mindestsicherung durchkommen, oder Schriftsteller, deren Ehepartner genug für zwei (oder mehr) verdienen und die Leidenschaft des Autoren unterstützen.

Ich finde d…

Mit der Hand schreiben - Teil 2

Wenn früher mal zwei Leute ein Geheimnis teilen wollten, sei es eine Verschwörung, ein Handel, ein Kuss, dann gingen sie mal kurz um die Ecke und redeten miteinander. Wenn die Kommunikation aufgrund der Entfernung einseitig war, schrieben sie sich Briefe und vertrauten darauf, dass das Briefgeheimnis respektiert wurde; überhaupt dann, wenn der Brief versiegelt wurde.

Heute kippen wir jede Form der Information ohne Not und Zwang ins Web, sei es nun in Soziale Netzwerke, auf Blogs, in Diskussionsforen. Das, was einem früher als heilig galt, die Privatsphäre, wird ausgehebelt durch die Konditionierung des Menschen, auf Privatsphäre und Geheimnisse zu verzichten, wenn er dafür schneller und leichter eine Belohnung bekommt.
Die Belohnung für das närrische Nackt Ausziehen vor einem nicht wirklich anonymen, aber entfernten Publikum, sind Likes, Thumbs Up, Zuspruch, zustimmendes, schweigendes Nicken. Die Illusion allgemeiner Zustimmung zu dem, was man sagt, gewürzt durch den Widerspruch von …

Mit der Hand schreiben - Teil 1

Ehrlich, ich würde gerne mit der Hand schreiben. Mein Handicap ist meine Faulheit und meine Wahnvorstellung, von allen Geräten und immer von Geräten auf alle Informationen zugreifen zu wollen.
Mit der Hand zu schreiben, hätte einige wirklich nicht von der Hand zu weisende Vorteile:
Man verlernt nicht mit der Hand zu schreibenMan schafft physikalische Archive, die man in Schuhkartons stapeln kannMan ändert den Lebensstil ein wenigUnd im Café halten sie einen für einen Intellektuellen Ich glaube schon, dass die Langsamkeit des Schreibens mit der Hand auch dazu führt, dass man genauer darüber nachdenkt, was man schreibt, und ob es überhaupt wert ist, notiert zu werden. Tools machen mich zum Sammler - ich weiß ja nicht, wie's Euch so damit geht, aber z. B. Evernote flüstert mir dauernd ins Ohr: "Speichere dies, clippe das, notiere das; nicht weil Du es brauchst, sondern weil es so schön ist, mit mir zu arbeiten." Ich hatte früher, also so vor sieben oder acht Jahren eine Pha…

Reiseblog veröffentlicht

Heute habe ich meinen Reiseblog veröffentlicht - wobei Blog der falsche Begriff ist. Vielmehr handelt es sich um Reiseberichte, Impressionen und manchmal einfach nur um Fotoalben. Bis jetzt habe ich vor allem die Kuba-Reisen hochgeladen, es fehlen allerdings noch ein paar Berichte.

Als Nächstes möchte ich Fotos von unseren Bergtouren hochladen. Davon gibt es auch schöne Fotos; Texte muss ich dazu noch verfassen.

Link: reisen.nathschlaeger.com


Mein aktuelles Setup

Um die Arbeit an den Texten vor mir herzuschieben, spiele ich oft und gerne mit diversen Apps herum und versuche so (das rede ich mir zumindest ein), meine Schreibprozesse zu durchleuchten, sie zu hinterfragen und vielleicht aufzubrechen. Habe ich bis vor Kurzem noch geschwärmt von Distractionfree Writing-Apps wie Omm-Writer oder ZenWriter, habe ich mich schon nach recht kurzer Zeit wieder von diesen Tools getrennt, weil sie zu sehr in sich geschlossen sind. ZenWriter erzeugt überhaupt keine Outputfiles, außer, man exportiert den in einer Datenbank in der App gespeicherten Text.

Nach einigem Hin & Her finde ich immer wieder zu einem Setup zurück, das sich bewährt hat.


Grundsätzlich verfasse ich alle Romanentwürfe in Papyrus Autor. Ich habe einige andere Programme ausprobiert und bin immer wieder zurück zu Papyrus Autor, auch wenn es altbacken aussieht, wie für WindowsNT geschrieben. Aber das ist egal. Ich nutze auch nicht den vollen Leistungsumfang des Programms, weil ich dazu te…