25.03.2019

Die Musik des Sturmgondoliere

Wie bei jedem Buchprojekt, oder sagen wir mal, wie bei fast jedem Buchprojekt, hat mich auch bei der Arbeit an "Der Sturmgondoliere" Musik begleitet. Bei der Arbeit an diesem Roman war die Mischung interessant, denn es waren vor allem zwei Themen zweier völlig unterschiedlicher Musiker, die für mich die Musik zu den beiden Schlüsselszenen komponiert hatten: James Newton Howard und Sebastien Tellier.

Es gibt im Roman eine Szene, in der radelt die Hauptfigur über einen typisch toskanischen Hügel hinunter auf das Haus seiner Eltern zu, hinter ihm baut sich eine gewaltige Gewitterfront auf. Die Musik, die für mich die Szene untermalte, war romantisch, ein weng nostalgisch, ziemlich melancholisch, aber durchaus modern. Sie stammt aus dem Album Confection von Sebastien Tellier.


Für mich ist das ganze Album sehr interessant und hörenswert, vor allem auch wegen seines "analogen" Charmes.
Ganz anders geht es in der Komposition von James Newton Howard zu. Das Musikstück stammt aus seinem Soundtrack zu dem Film "Die Legende von Aang" und untermalt die Szene, als der Avatar die Belagerung durch die Feuernation beendet, in dem er das Wasser bändigt - in einer dramatischn und großartigen Szene. Diese Musik ist für mich auch die Signatur des Sturmgondoliere, der dramatische Höhepunkt, der den Feuertod einer Figur im Roman begleitet. Anders als im Film begleitet die Musik nicht das dramatische Bändigen eines Elements, sondern den qualvollen Tod eines versteckt gehaltenen Kindes:

Ein zweites Stück aus dem Album, das eher atonal beginnt und sich dann zu einem reinigenden, beinahe sakralen Thema steigert, ist "We are now the gods". Es ist für mich nach den Verwirrungen und all dem Drama das harmonische Ende der Geschichte, vor allem ab 03:30


Quellen

Sebastien Tellier: https://www.facebook.com/sebastientellierofficial
James Newton Howard: http://www.jamesnewtonhoward.com/

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