03.03.2019

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Arbeiten



Während das Feld meiner Produktivtools und Apps abgesteckt ist und kaum noch verändert wird, probiere ich von Zeit zu Zeit gerne andere Tools aus um zu sehen, ob sie meinen Arbeitsprozess beeinflussen könnten.
Meine Produktivtools, die ich zum Schreiben meiner Manuskripte verwende, und zur Bewältigung des Alltags:
- Papyrus Autor (Romane schreiben)
- Microsoft Office 2016 (Word, Excel, Powerpoint für berufliches und das gemeinsame Arbeiten an Manuskripten mit Verlag und Lektor
- Todoist (Planung, Tasks, Listen)
- Dropbox Paper (Brainstorming, Entwürfe, Konzepte, Notizen)
- Dropbox (für alles, das aktuell ist und ich auch auf dem Tablet und dem Smartphone haben möchte (Projekte, Reiseunterlagen, Kopien von einigen Dokumenten)
- Offline verwende ich Moleskine A5 Notizbücher liniert, für das Erfassen allererster Ideen, Reiseimpressionen und all dem, was ich nicht für geeignet erachte, in irgendeiner Weise elektronisch verfügbar zu sein.

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Weil mich das Schreiben an und für sich interessiert, weil es für mich nicht nur ein pragmatischer, sondern vor allem auch ein sinnlicher und schöpferischer Akt ist, sehe ich mir gerne immer wieder andere Tools an, mit denen man in einem angenehmen Umfeld Text erfassen kann.
Als ich noch ein iPad Air hatte, war ich sehr angetan von der App Ulysses, die es leider nur für das Apple-Universum gibt. Es handelt sich dabei um einen Markdown-Editor, in dem man Texte in Projekten organisieren kann; eine leichte, elegante und sehr schöne App.
Für Windows und Android habe ich unterschiedliche Apps und Programme ausprobiert und dabei vor allem auf folgendes geachtet:
- Ablenkungsfreies Schreiben
- Leicht
- Elegant
- Cloudtauglich
- Syntaxhervorhebung

Zwei Schreib-Apps habe ich nur recht kurz genutzt, und deren Lizenzen liegen quasi ungenutzt in meinem Archiv: Ommwriter und ZenWriter. Optisch sehr hübsch; beide. Aber im Grunde genommen nur Larifari. Ommwriter eignet sich überhaupt nicht für Texte, die länger sind als Sinnsprüche und kurze Gedichte, und der ZenWriter hat mit dem letzten Update unter der Haube alles geändert, so dass die Texte, die man erfasst, in der ZenWriter eigenen Sphäre gefangen, und nur über eine Exportfunktion befreit werden können, die HTML und PDF Dateien erzeugt.
Weil ich es gerne wirklich simpel mag, verwende ich derzeit den IA-Writer. Das ist ein reiner Markdown-Editor, der im Grunde genommen Textdateien erzeugt, die mit Symbolen angereichert wird, die den Text formatieren. Überschriften, H1, H2, H3, fett, kursiv, Aufzählungen. Es geht noch wesentlich mehr, brauche ich aber nicht für Texte.

Wenn ich meine Romane mit Papyrus Autor schreibe und Notizen und all das Zeugs in Dropbox Paper erstelle, wozu brauche ich dann noch einen Editor?
Weil ich gerne auch am Tablet schreibe, und der IA-Writer unmittelbarer ist: aufmachen und schreiben. Reine Textdateien flutschen schneller bei der Synchronisation und sind weniger fehleranfällig. Textdateien kann jedes Device lesen, man muss nur die Endung .md in .txt ändern.
Bis jetzt habe ich keinen besseren Editor gefunden. Ja, ich habe auch Write! und Typora getestet, konnte mich aber mit beiden nicht anfreunden.

Was ich auch nach einigen halbwegs enthusiastischen Monaten wieder aufgegeben habe, ist Online Tagebuch zu führen. Dazu habe ich mit DayOne und Diaro herumgetan, die, wenn man das mag, sowohl sehr schön designed sind und viele Funktionen haben. Die existenzielle Frage für mich war nach einiger Zeit heiteren Dahinschreibens: Welches Interesse kann ich daran haben, meine intimsten Gedanken, Fantasien, alltägliche Banalitäten, Wortspiele und Unsinn mehr oder weniger öffentlich zugänglich zu machen? Gefiltert landen diese Sachen ja eh in meinen Romanen, Reiseberichten und im Blog. Und was geht es die Welt an, was für ein verkorkster Kerl ich bin?
Das schmutzige, kranke Zeugs landet dann doch wieder in den kleinen Moleskines.

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