10.04.2019

Markdown - und wieso das jetzt?

Markdown? Echt jetzt?

Meinen ersten Kontakt mit Markdown hatte ich durch Ulysses, das es seit geraumer Zeit für das Apple-Universum gibt.
Der Gedanke dahinter war und ist, einem Autoren eine möglichst ablenkungsfreie Arbeitsumgebung zu bieten, in der er durch möglichst wenige Funktionen abgelenkt wird. Was auf einem Tablet ja durchaus sinnvoll ist, oder auf einer stylischen, glatten Apple-Oberfläche. Vor allem ist es ein Paradigmenwechsel, der mir altem Entrümpelungsfan sehr gut gefiel. Zugunsten leichter Bedienbarkeit und schlankem Design verzichtet man auf Hunderte, vielleicht sogar Tausende Funktionen, die allein durch die Möglichkeit, sie zu nutzen, vom Eigentlichen ablenken, nämlich vom Schreiben.

Was braucht man als Schriftsteller, um am PC einen Roman zu verfassen?

Ich brauche ein Programm, in dem ich ohne Einarbeitungszeit und kurzer Lernkurve sofort drauflos schreiben kann. Ich brauche ein Programm, das ich während des Schreibens vergessen kann, nur ich, die Oberfläche und der Text.
Beim Schreiben brauche ich nicht mehr als das, was mir Markdown bietet - und selbst davon brauche ich nur einen Bruchteil.

Was brauche ich? Drei Formen der Überschrift - oder vier. Okay, vier.
Buchtitel, Teil, Kapitel, Szene
Dann brauche ich noch fett und kursiv und eine Möglichkeit, Text hervorzuheben (Zitat), und schon bin ich fein raus. Bei mir sieht diese Umgebung dann so aus:


Was noch? Ja, ich will vom Laptop und vom PC drauf zugreifen können. Und zwar so, dass nur ich das kann. Es wäre also fein, ein Programm zu haben, dass meine Arbeit verschlüsselt bei einem Cloudanbieter speichert, und mir die Möglichkeit bietet, meine Arbeitsblätter zu managen. Egal ob das OneDrive ist, Box, Dropbox, Google Drive oder was auch immer ...

Ich will mich nicht mit Layout und Trödeln und Quasten aufhalten, ich will einfach schreiben, wissen, dass meine Textarbeit sicher ist und ich will zur gegebenen Zeit exportieren können, um die Arbeit an einen Verleger schicken zu können, in welchem Format der Verleger das auch immer haben will.

Im Apple-Universum kann das Ulysses. Im Windows-Universum kann das Inspire Writer.

Falls ich bei Euch Interesse an Markdown geweckt habe, hier gehts zu einer guten Übersicht:
https://www.markdownguide.org/cheat-sheet/

und hier zum wohl umfassendsten Cheat-Sheet:
https://github.com/adam-p/markdown-here/wiki/Markdown-Cheatsheet


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